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Die Adalbertkirche (Kościoł św. Wojciecha) ist dem ersten polnischen Heiligen geweiht. Sie steht auf dem Markplatz, am Anfang der Ulica Grodzka und stammt vom Ende des 11. Jahrhunderts. Ausgrabungen haben ergeben, daß unter der Kirche Reste weiterer Bauwerke verborgen sind, wahrscheinlich Holzstrukturen eines heidnischen Tempels.
Ursprünglich romanisch gebaut und bis 1237 zu Verteidigungszwecken genutzt, wurde die Adalbertkirche mehrfach umgebaut. Im 14. Jahrhundert wurde die Kirche aufgestockt, im 17. Jahrhundert barock ausgestattet und um eine Sakristei ergänzt. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Niveau der Umgebung durch Aufschüttungen ständig erhöht, der Eingang zur Adalbertkirche liegt daher heute fast 2 m tiefer als der Marktplatz.
Der heilige Adalbert hielt sich während seiner Amtszeit als Bischof in Prag ab dem Jahre 983 auch eine Zeitlang am Hofe Bolesław I und in Krakau auf. Es ist durchaus möglich, daß er in einer noch aus Holz erbauten Kirche an diesem Ort gepredigt hat. Sein Grab ist in Gniezno zu besichtigen. |
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